Was haben Terrorgruppen und NGO-Netzwerke gemeinsam? - Reflexion zum Peace Building

 Im Erscheinen:

Kahler/RECODH, Peace Work and Networks 

 

 

Terror, Wunden & Waffen: Kamerun im Kampf gegen Boko Haram

Am 12. September diskutierten wir im Rahmen eines Abendgesprächs bei der Heinrich Böll Stiftung NRW in Düsseldorf mit Afrikakundigen und KamerunfreundInnen über Hintergründe des Antiterrorkampfs sowie die sonstige aktuelle Lage im Land (Fotos: Dr. Jürgen Jansen).

                                 

Aus der Ankündigung:
"Boko Haram, die weltweit brutalste Terrorvereinigung (so der Global Terrorism Index von 2015), stürzt mit einem fundamentalistischen Islamismus nicht nur Nigeria, sondern die gesamte Region um den Tschadsee in eine Krise. Im Jahr 2014 allein töteten die Terroristen über 6.600  Menschen. 21 Millionen Menschen in Nigeria, Niger, Tschad und Kamerun sind heute von den Auswirkungen betroffen oder bedroht, 2,6 Millionen Menschen auf der Flucht, und 9,2 Millionen bleiben auf  humanitäre Hilfe angewiesen.
Kamerun befindet sich seit 2014 im selbsterklärten Krieg gegen Boko Haram. Zwar lieferte Deutschland dem Land militärische Fahrzeuge und vor allem die USA kooperieren mit dem Militär in Nordkamerun. Doch  die Bedrohung und Verwüstung durch Boko Haram nehmen bislang kaum ab, und seither verzeichnet weitere Selbstmordanschläge und jährlich rund 500 Tote. Es steht fest: mit militärischen Mitteln allein ist der Nährboden des Terrors nicht auszutrocknen. In allen betroffenen Staaten tragen Armut und Hoffnungslosigkeit zur Radikalisierung Jugendlicher bei, ebenso Menschenrechtsverletzungen durch Militär und Staat. Nicht nur Amnesty International kritisiert eine Kriegsführung in Kamerun, die in Kauf nimmt, dass Unschuldige in Geheimgefängnissen festgehalten, gefoltert und umkommen. Wie geht der Kampf gegen Boko Haram weiter, wie kann er Frieden versprechen?"

 

 

 

 

Start eines Pilotvorhabens zur Beobachtung der Menschenrechtssituation

 

Ergebnis unseres Beratungsprozesses: Nach lediglich zwei Monaten Vorlaufzeit unterzeichneten ZFD-Partnerorganisation RECODH und Deutsche Botschaft den Kooperationsvertrag über ein Monitoringprojekt. Mit ihm will das Menschenrechtsnetzwerk in mehreren Regionen willkürliche Verhaftungen erfassen. November soll der erste Untersuchungsbericht vorliegen (Photo: Dt. Botschaft Jaunde).

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Berater-Mission für kamerunisches Menschenrechtsnetzwerk, Programm "Ziviler Friedensdienst"

Seit Oktober 2015 berate ich das Menschenrechtsnetzwerk RECODH im Rahmen des deutschen "Zivilen Friedensdienstes" (ZFD, BMZ). Unser Pilotprojekt widmet sich der Stärkung dezentraler Vernetzungsarbeit, doch auch weiterer, vor allem technischer Unterstützungen der im Verband RECODH vereinten Menschenrechtsverteidiger/innen. Trägerin des ZFD-RECODH-Projekts ist die AGEH e.V.

 

 

 

 

Rückblick: Einsatz für MISEREOR im Tschad

2012 - 2015

 

Mapping zur tschadischen Zivilgesellschaft: Good Practice Beispiel MISEREOR, Tschad

Akteurs-Mapping zur lokalen u. int. Zivilgesellschaft im Tschad (Auftragsstudie der EU-Kommission)

 

Rohstoff-Governance und MISEREOR-Partner

Mitwirkung religiöser Führer an den Verhandlungen zwischen ExxonMobil und den Opfern der  Erdölförderung bei Doba, Südtschad (CAO-Schlichtungsprozess der Int. Finance Corporation/Weltbank, Washington)

 

 

Zeitungsporträt: MISEREOR-Partnerin und Menschenrechtsanwältin Jacqueline Moudeîna

WWW.liberation.fr

 

 

2014: Das JUBILÄUM - 50 Jahre MISEREOR-Partnerschaft im Tschad

In einem Festakt würdigten wir das Fünfzigjährige: MISEREOR und seine Partner besannen sich der gemeinsamen Grundlagen ihrer Solidarität, und auch offizielle Grußworte unterstrichen die hohe Wertschätzung für die langjährige Kooperation.

Hier die Dokumentation der Jubiläumsveranstaltung

 

Pressespiegel: Ausgewählte Zeitungsberichte vom Jubiläum

 Tchad & Culture

Le Progres

Le Citoyen

Journal Information

 

Rückblick: Auf Spurensuche nach dem 1. Tschad-Projekt

Sommer 1964 begann das erste MISEREOR-Projekt, und zwar im heutigen Sahr. Aus Anlass des Jubiläums begab ich mich mit einer Recherchereise auf Spurensuche: Mehr

 

 

 Unter dem Motto "50 ans de Partenariat" - 50 Jahre der Zusammenarbeit widmen wir im Jubiläumsjahr eine Reihe an Sonderveranstaltungen dem runden Jahrestag des Anfangs: 

 

Dialogforen im Jubiläumsjahr 2014: Erneuerbare Energien 

Den Auftakt zum Jubiläumsprogramm bildete im Februar ein Energie-Thementag. Den Potentialen erneuerbarer Energien gingen mehrere Diskussionsforen nach, die wir gemeinsam mit dem Bildungszentrum CEFOD organisierten.

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Bilanz nach einer Dekade Tschadöl

Eine Recherchereise mit der Fotografin Annette Etges brachte genug Material gleich für mehrere Verwendungen.

Eine Bildstrecke auf ZEIT ONLINE gilt dem augenfälligsten Ölindustriezweig: den Tankstellen

 

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Im Herbst 2013 fand am Konferenzzentrum CEFOD ein int. Austauschforum zum Stichtag "10 Jahre Pipeline Tschad-Kamerun" statt, um die erste Dekade tschadischer Erdölindustrie und ihre Auswirkungen kritisch zu reflektieren. Das MISEREOR-Verbindungsbüro wirkte an dem Forum als Ideengeber sowie Kooperationspartnerin mit. 

Hier mein Kurzbericht

 

Impulsstatement zur Energiewende-Konferenz der Klimaallianz

Im Sommer, kurz vor der heißen Wahlkampfphase, lud die deutsche Klimaallianz zu ihrem 4. "Alternativen Energiegipfel" nach Berlin.

Knackpunkt neben dem Dauerbrenner der Sozialverträglichkeit der deutschen Energiewende war vor allem die Frage der globalen Übertragbarkeit des deutschen Entwicklungspfads in der Energiepolitik. Hierzu suchte ich, eine zentralafrikanische Perspektive beizusteuern. Schließlich handelt es sich bei etwa Energiearmut in einem Land wie Tschad um ein anderes Problem als in Deutschland.

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Neuer Aktionspartner aus dem Tschad

 
Während die Schulen ihre Sommer- bzw. im Tschad ihre Regenzeitferien hatten, haben wir gemeinsam mit der Kölner Fotografin Annette Etges für die MISEREOR-Aktion "2 Euro helfen" eine Online-Präsentation mehrerer Bildungsprojekte beigesteuert:
 
www.2-euro-helfen.de
 
Unsere Recherche war spannend, die Begegnungen vor Ort haben uns nicht kalt gelassen. Auf dass bei vielen Interessierten der Funke über-springe.
 
 
Denkschrift der tschadischen Bischofskonferenz
 
Im Frühjahr 2013 stellte die Tschadische Bischofskonferenz ihre Denkschrift "Tschad - Die Herausforderungen der nächsten 50 Jahre" vor - entstanden und präsentiert in Kooperation mit MISEREOR.
 
 
 Mehr hier
 
 
Und: Link zum Radio-Feature auf RFI
 
 
 

 

mail@andreaskahler.de

 
  
 
 
 
 
 

Projekt-Links 

Aktuelle Kooperationen:

BMZ-Programm ZFD

Partnerorganisation RECODH

Jaunde, Kamerun